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Themen (alphabetisch)

Ab 51. Juni

Abholzaktion gegen Singvögel

Albert Camus, der Partisan ohne Waffen

Am Anfang war der Satz

Auch ein Genie erfindet nicht alles

Ausgebliebener Aufschrei

Bäuerin am Hals

Chaos in der Ukraine

Fehlerlose Wirtschaft?

Freiheit, die ich meine

HeiligerJosef

Ideologiefreies Bekenntnis oder so

Katze und Radfahrer

Kriegspropaganda 2003

Kritik, Kürze und Würze

Kunst in Paris

Leben und Tod

Meinung

Mit einem Schweden um die Wette saufen

Microsoft Outlook:
Ein Kontakt ist im Adressbuch nicht zu finden

Nahrungsknappheit

Nix wie downgeloadet!

Polizisten festgenommen

Shame on you, Mr. Bush!

So schnell wie möglich hoffen

Terrorbuchhaltung

Traurigkeit der Menschen

Türkische Regierung auf Entzug?

Über die Geduld der Bücher

Unernste Gedanken zum Irak

Unfallflucht mehrdeutig

Unterstützter Sturz?

Verzweigelter Kampf gegen die braune Flut

Viagra, Silikon und Alzheimer

Wird Lindau eingemeindet?

Zuvor herzliche Beziehung
zwischen Bayern und Böhmen

     

Einführung

Diese Zitatensammlung will mit keinem der einschlägigen Bücher konkurrieren. Ihre Inhalte werden sich weitgehend aus den Fundstücken speisen, die Sie uns (hoffentlich) zusenden. Mit „hrh" signierte Beiträge habe ich selbst beigesteuert.

Immer wenn Sie irgendwo etwas gedruckt sehen, das Sie Ihren Zeitgenossen nicht vorenthalten wollen, schicken Sie es uns - mit Quellenangabe und möglichst mit einem persönlichen Kommentar.

Mit der Zeit werden sich wahrscheinlich verschiedene Abteilungen ergeben, die wir bei entsprechendem Umfang auseinandersortieren werden (Humoristisches, Stilblüten, Bedenkenswertes, Bedenkliches usw.). Für den Anfang reicht uns erst mal diese Seite. Und hier sind unsere Fundstücke, nach Wunsch zeitlich rückläufig oder alphabetisch austeigend geordnet.

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Titelfolge zeitlich absteigend

 

Mit einem Schweden saufen

In Jonas Jonassons modernem Schelmenroman Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand sagt eben dieser Hunderjährige, der Schwede Allan Karlsson, zu dem stockbesoffen in Bewusstlosigkeit gefallenen chinesischen Soldaten, der ihn eigentlich hätte bewachen sollen:

„Wenn du mit einem Schweden um die Wette saufen willst, solltest du zumindest Finne oder Russe sein.“

Quod erat demonstrandum.

[hrh 07.12.12]

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Viagra, Silikon und Alzheimer

Ein Nobelpreisträger spricht Klartext:

"No mundo atual está se investindo cinco vezes mais em remédios para virilidade masculina e silicone para mulheres do que na cura do Mal de Alzheimer. Daqui a alguns anos, teremos velhas de seios grandes e velhos de pinto duro, mas eles não se lembrarão para que servem".

Drauzio Varella, Brasilien
Nobelpreisträger
für Medizin 2010

(In der heutigen Welt wird fünfmal mehr in Medikamente für die männliche Potenz und Silikon für Frauen investiert, als für die Heilung von Alzheimer-Patienten. Daraus folgernd haben wir in ein paar Jahren alte Frauen mit großen Titten und alte Männer mit hartem Penis, aber keiner von denen kann sich erinnern, wozu das gut ist.)

[Vielen Dank an Horst Neswadba, der mir dieses Zitat und die Übersetzung zugesandt hat! hrh 09.01.12]

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Was ist Ihre persönliche Meinung zur internationalen Nahrungsknappheit?

In ihrem Buch Chinesen spielen kein Mao-Mao (Mehr Info...) gibt Xinran eine Anekdote weiter, die sie an der Londoner Universität gehört hat:

„Vier Studenten - aus Amerika, Europa, Afrika und China - werden von einem Journalisten gefragt: 'Was ist Ihre persönliche Meinung zur internationalen Nahrungsknappheit?' Der Amerikaner fragt dagegen: 'Was heißt international?' Der Europäer fragt: 'Was ist Knappheit?' Der Afrikaner fragt: 'Was ist Nahrung?' Und der chinesische Student möchte wissen: 'Was verstehen Sie unter persönlicher Meinung?'“

Kann man die Lage unserer Welt besser charakterisieren?

[hrh 14.11.10]

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Ab 51. Juni

TGV-Europe hat es 2010 mit Fahrkartenbestellungen lt. Rundbrief nicht sonderlich eilig:

Bild TGV-Datum

[hrh 16.06.10]

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Am Anfang war der Satz

In László Darvasis stellt in seinem fußballerischen Weltalmanach Wenn ein Mittelstürmer träumt (im Kapitel Meine Weltauswahl auf Seite 28 der Suhrkamp-Ausgabe) den idealen Mittelstürmer vor. Er heißt Satz, nein, es ist der Satz:

„Im zentralen Mittelfeld steht der SATZ. [...] Nach Aussage des großen Spielers Géza Ottlik, eines ungarischen Schriftstellers, war am Anfang nicht das Wort, sondern der SATZ, den wir dann in seine Bestandteile aufgelöst haben. Ottlik hat das noch weiter ausgeführt, doch das ist jetzt nicht von Interesse. Der Satz wird schon alles aushalten, selbst in verletztem Zustand, verwundet, zertrümmert, lädiert, zusammengestaucht und entzweigebrochen, wird er noch fähig sein, Großes zu leisten. Häufig spielt er auch dann noch zufriedenstellend, wenn ich ihm falsche taktische Anweisungen gebe, oder sogar wenn der Schiedsrichter alle seine Aktionen pfeift, wenn er bei Auswärtsspielen in der Fremde diffamiert, ausgepfiffen, verhaftet, vorgeladen, registriert oder gar in besonderen Gewahrsam genommen wird.“

Damit widersprechen Géza Ottlik und László Darvasi nicht nur dem Anfang des Johannesevangeliums, sondern auch Goethes Faust und dem Neon-Künstler Maurizio Nannucci (siehe Im Anfang war die Tat, jeder auf seinem Lieblingsfachgebiet. Ein Genuss für jeden fußballspielenden Sprachwissenschaftler...

[hrh 01.12.09]

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Bäuerin am Hals

In Liselott Willéns Roman Stein um Stein findet sich (auf Seite 68 der btb-Ausgabe) folgender Satz:

„Ana-Lena hatte sich ihren Schal wie eine alte Bäuerin um den Hals gewickelt.“

Seit wann wickelt man sich auf den Alandsinseln alte Bäuerinnen um den Hals? Auch wenn's warm ist: die arme Bäuerin!

Honni soit qui mal y pense...

[hrh 10.03.09]

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Heiliger Josef

Die Süddeutsche Zeitung vom 22.07.08 brachte einen Artikel mit dem Titel „Stalin soll heilig werden“. Dem Datum des Artikels nach konnte es kein Aprilscherz sein. Und tatsächlich stand in dem Artikel wörtlich:

„Der sowjetische Diktator Josef Stalin soll nach dem Willen russischer Kommunisten von der orthodoxen Kirche heiliggesprochen werden.“

Begründet wurde der von St. Petersburg kommende Antrag „mit alten schriftlichen Wertschätzungen für Stalins Politik“. Zwar protestierte die russisch-orthodoxe Kirche heftig gegen das Ansinnen und verwies auf die Verfolgung ihrer Gläubigen unter Stalins Diktatur. Aber immerhin! Da gibt es in Russland also einflussreiche Leute, die immer noch nichts kapiert haben. (Soll übrigens auch bei uns vorkommen.) Weit und steinig ist der Weg zur Demokratie! Soweit die Füße tragen...

Der Artikel wirft ein ganz neues Licht auf die Realitätsnähe von Andrej Kurkows Roman Die letzte Liebe des Präsidenten, in dem bereits von einem Antrag auf Heiligsprechung des Josef Stalin gesprochen wird.

[hrh 27.08.08]

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Türkische Regierung auf Entzug?

Die Welt vom 24.07.07 brachte einen Artikel mit folgendem ernüchternden Titel:

Foto: Tuerkische Regierung bleibt nuechtern

War die türkische Regierung insgesamt etwa dem Alkohol erlegen, etwa als laizistischer Protest gegen den islamischen Fundalismus? Hat sie vor, eine Entziehungskur für alle ihre Mitglieder zu beantragen? Wieso ausgerechnet jetzt? Ist jemand beim Trinken erwischt worden? Und das in einem mehrheitlich islamischen Land?

Gemäß dem Artikeltext geht es hier jedoch nur um politische Nüchternheit nach dem Wahlsieg der islamisch-konservativen Partei des des Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan.

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Unterstützter Sturz?

Die Welt vom 24.07.07 brachte einen Artikel mit folgendem, an ein antikes Orakel erinnernden Titel:

Foto: SPD unterstuerzt Gabriel

Ratlos fragt man sich: Soll nun der Umweltminister in seinem Kampf gegen die Atomlobby unterstützt oder gestürzt werden? Liegt hier ein politischer Witz des Redakteurs über die häufigen Spagate der SPD vor? Ein Schreibfehler als Freudsche Fehlleistung? Einsicht in uns unbekannte Hintergründe?

Der Artikel selbst gibt zum Glück eindeutig Aufklärung: Gabriel soll in seinem Kampf um die fristgerechte Abschaltung der alten Becquerel-Schleudern unterstützt werden, zum Wohle der Bevölkerung.

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Ausgebliebener Aufschrei

Ein Leser hat mir, allerdings stark verkürzt, das folgende Zitat zugesandt. Ich zitiere der Verständlichkeit halber etwas umfänglicher aus einem Artikel von Daniel Haw, der z. B. bei der LIGA GEGEN RASSISMUS unter dem Titel Reden und Taten: Die deutsch-jüdische Frage 2006 im Netz steht:

Verflucht sollt ihr sein in alle Ewigkeit, dass es euch gelingen mochte, unsere niedersten Instinkte zu wecken, dass wir zu Räubern und Mördern, Hehlern, Betrügern, Verrätern, Feiglingen, Denunzianten und Duckmäusern wurden! Verflucht sollt ihr sein in alle Ewigkeit, ihr, die ihr uns zum Aussatz dieser Welt machtet! Verflucht - ihr, die ihr den Schatten der Schuld auf unsere Kinder und Kindeskinder werft! Hitler, Himmler, Heydrich, Goebbels, Göhring, Hess, von Ribbentrop, Deutsche Bank, Raeder, von Schirach, Krupp, Sauckel, IG Farben…!
Nein, niemals war dieser Fluch zu hören, der Aufschluss hätte geben können über die moralische Position des deutschen Volkes und die Ernsthaftigkeit des Credos: So etwas darf sich niemals wiederholen! [...]
Nicht ein einziges Mal war zu vernehmen: Wir waren froh, von der braunen Verbrecherbande befreit worden zu sein! Wir waren glücklich, endlich wieder unsere Meinung offen aussprechen zu dürfen! Wir waren außer uns vor Freude, nicht mehr von Nachbarn, Bekannten, Kollegen oder vom Blockwart bei der Gestapo denunziert werden zu können! Wir waren so erleichtert, wieder leben zu dürfen! Warum war dies nicht zu hören? Und vor allem: weshalb wunderte sich niemand, dass hiervon nichts zu hören war?“

Um das Wichtigste vorwegzunehmen: Dieser zornig vorgetragene Protest spricht mir in obigen Punkten völlig aus der Seele! Für mich als unmittelbaren Nachkommen der Tätergeneration war es zeitlebens ein riesiges Problem, mit dem Ausbleiben dieses Aufschreis inmitten der deutschen Gesellschaft leben zu müssen. Nein, mir sind keine besonderen nazistischen Verfehlungen innerhalb meiner Familie bekannt (aber mehrere Opfer, auch Opfer aus Überzeugung). Das Problem war und ist nur, mit einer Gesellschaft leben zu müssen, enge Blutsbande zu haben und heimatlich verbunden zu sein, die unsagbar Grauenvolles angerichtet hat und - als Ganze - nur halbherzig Reue tut. Ganz zu schweigen von der neuen rechtsradikalen Szene...

Umso mehr bedauere ich, dass Daniel Haw sich in dem Artikel in pseudo-theologische Betrachtungen versteigt, die erstens absurd sind, zweitens nichts zu seinem Anliegen beitragen und drittens auch gutmeinende Gemüter abschrecken können. Aus Haws Bewertung des Christentums nach dem Papiergewicht des Neuen Testaments im Vergleich zur Thora ebenso wie aus seiner Anführung der Zeugen Jehovas, einer mehr als marginalen Sekte, als Repräsentanten des ganzen Christentums und aus seinem geäußerten Generalverdacht einer latenten Israelfeindschaft der nichtjüdischen Deutschen spricht eine verbitterte Haltung, die selbst mich als überzeugten Nichtchristen abschreckt und eine Verständigung zwischen Juden und Christen bestimmt nicht erleichtern wird. Doch nach seinen eigenen Worten will Daniel Haw ja auch nicht mehr mit den Christen reden. Schade! Sehr schade! Denn allen Menschen sei's getrommelt und gepfiffen: Wir sitzen (menschlich, gesellschaftlich, z. T. sogar theologisch) alle in einem Boot, und wir sollten ständig miteinander reden, auch wenn die Ergebnisse noch so sehr zu wünschen übrig lassen, vielleicht nicht immer alle Unterhändler qualifiziert sind und Quertreiber heftiges Sperrfeuer geben, denn sonst wird der (von Haw so genannte) „deutsch-jüdische Schlamassel“ nur noch schlimmer!

Doch wie gesagt: Auch ich warte seit Jahrzehnten auf so etwas wie eine qualifizierte Generaldistanzierung der deutschen Gesellschaft von der ganzen Nazibande damals und heute. Nur habe ich im Laufe meines Lebens gelernt, dass man von einer Gesellschaft als ganzer keine Wunder erwarten kann - und von einer schuldigen Gesellschaft schon gar nicht. Und im Unterschied zu Daniel Haw halte ich es nicht für produktiv, Rundumschläge auszuteilen, die dann oft die Falschen treffen. Man sollte vielmehr, wie auch sonst im Leben, sich an Teilerfolgen freuen, die in die richtige Richtung ziehenden Kräfte stärken und die andern ins Abseits schieben - und ansonsten viel, sehr viel Geduld mitbringen.

Ich bin froh, von der braunen Verbrecherbande befreit worden zu sein! Ich bin glücklich, meine Meinung offen aussprechen zu dürfen! Ich bin außer mir vor Freude, nicht von Nachbarn, Bekannten, Kollegen oder vom Blockwart bei der Gestapo denunziert werden zu können! Ich bin erleichtert, leben zu dürfen!

[hrh 03.12.07]

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Chaos in der Ukraine

In Andrej Kurkow, Die letzte Liebe des Präsidenten (Seite 398, Übersetzung von Sabine Grebing) erinnerte sich der (fiktive) ukrainische Präsident Sergej Pawlowitsch Bunin an folgende Gedanken, die ihm im Dezember 2015 zum anstehenden neuen Jahr und zu den damit verbundenen Hoffnungen auf Beendigung des bestehenden „Schlamassels“ in seinem Land gekommen waren:

„Das war eine Illusion, eine schöne Illusion. Ein neues Chaos begann nie, weil das alte, heutige Chaos ewig war. Für ein neues brauchte es neue Leute. Aber die gab es nicht. Jeder neue Mensch durchlief, ehe er bei mir eintraf, einen besonderen Schliff, der gewaltsam Unebenheiten glättete, Mut und Entschlossenheit aus Kopf und Herz mit der Wurzel ausriß und den Humor verkümmern ließ. Zurück blieben der Selbsterhaltungstrieb und eine aggressive Gefügigkeit.“

Darüber sollte so mancher realer Staatsmann und auch so mancher hochgestellte Manager mal nachdenken...

[hrh 12.11.07]

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Leben und Tod

In Andrej Kurkow, Die letzte Liebe des Präsidenten (Seite 644, Übersetzung von Sabine Grebing) erzählt der von schwerer Krankheit und politischem Umsturz bedrohte (fiktive) ukrainische Präsident Sergej Pawlowitsch Bunin:

„Ich wollte überhaupt nichts mit dem Tod zu tun haben, aber jedes Leben hat ständig mit ihm zu tun. Darin liegt vielleicht auch der Sinn des Weiterlebens. Du kommst mit dem Tod in Kontakt und lebst weiter, bis zum nächsten Kontakt. Bis schließlich jemand mit deinem Tod zu tun bekommt und sein Leben weiterlebt.“ (Kursive Stellen so im Buch.)

Dem ist nichts hinzuzufügen...

[hrh 12.11.07]

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Albert Camus, der Partisan ohne Waffen

Den Vogel des übersetzerischen Widersinns hat leider Sonja Zekri (leider, denn sie schreibt sehr gute Artikel) am 26.06.07 in ihrem SZ-Artikel „Der Fremde“ abgeschossen. Schon im Untertitel des Artikels steht:

„Er (Camus) bleibt ein französischer Partisan“

Dann zitiert Zekri (in deutscher Übersetzung) aus der französischsprachigen Zeitung Le Soir über das Leben von Albert Camus:

„Der Junge aus Mondovi (...) war überzeugter Partisan eines französischen Algerien.“

Muss man sich also Albert Camus als Untergrundkämpfer der OAS vorstellen, der mörderische Anschläge auf franzosenfeindliche Algerier vorbereitet und durchführt?

Der ganze Rest des Artikels spricht eindeutig dagegen. Die einzige Situation, in der Camus sich je als Bomber betätigt hat, war im Kampf um Tore auf dem Fußballplatz. Er war nie bereit, Waffen zu benutzen und Gewalt anzuwenden, obwohl er gefühlsmäßig für ein französisches Algerien war, das er als seine Heimat empfand.

Der innertextliche Widerspruch kommt daher, dass das französische Wort „partisan“ falsch übersetzt wurde. Es bezeichnet nämlich lediglich eine Person, die für jemanden oder etwas ist, für jemanden oder etwas Partei ergreift (qui prend le parti de pn./qc.). Keine Spur von Untergrundkämpfer! Der hieße im Französischen nämlich „maquisard“ (da er im „maquis“, dem unwegsamen Gelände im konkreten oder übertragenen Sinn) agiert.

Um Albert Camus gerecht zu werden, Hätte Zekri also etwa so schreiben müssen: „Er bleibt ein Anhänger des französischen Algerien“ bzw. „Der Junge aus Mondovi (...) war aus Überzeugung für ein französisches Algerien.“

Aber das ist natürlich etwas länger und viel weniger peppig...

[hrh 02.07.07]

Eigenwerbung Buch

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Zuvor herzliche Beziehung zwischen Bayern und Böhmen

In einem Faltblatt des Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald für 2006/07 zum Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg steht:

„Der Eiserne Vorhang hatte über 44 Jahre die zuvor herzliche Beziehung zwischen Bayern und Böhmen entzweit. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 können sich die beiden Völker nun wieder einander annähern. Der Baerisch-Böhmische Freundschaftsweg ist hierzu ein weiterer Baustein."

Da bleibt mir die Spucke weg. Erst der Eiserne Vorhang hat die „herzliche Beziehung" zwischen Bayern und Böhmen gestört? War da nicht schon eine ganze Kleinigkeit an Störungen vorher? Zum Beispiel das Münchener Abkommen, mit dem Nazi-Deutschland sich halb Böhmen einverleibte, ohne die Tschechen nach ihrer Meinung zu fragen? Oder dieser Zweite Weltkrieg mit (z.B.) Vernichtung von Juden, Sinti, Roma, Kommunisten, SPD-Mitgliedern, Homosexuellen, Behinderten, un-arisch Aussehenden, Verdächtigen und Unverdächtigen, Repressalien gegen die tschechische Bevölkerung und Zwangsannexion Böhmens als sogenanntes „Protektorat"? Das alles geschah im Namen des eroberungswütigen und in einen pseudo-wissenschaftlichen Rassenwahn verbohrten Deutschen Reiches. Und Bayern gehörte schließlich zu diesem Reich.

Der russische Kommunismus und Imperialismus der Nachkriegszeit mit seiner Umzingelungsangst hat zwar nichts zur Verbesserung der Stimmungslage zwischen Bayern und Böhmen beigetragen, aber er war nicht ihr Verursacher, und von einer „herzlichen Beziehung" konnte wegen des Nazi-Wahnsinns schon lange vor Errichtung des Eisernen Vorhangs nicht mehr die Rede sein. Wenn, wie in dem zitierten Prospekt geschehen, dieser Teil der bayerisch-böhmischen Beziehungen unterschlagen wird, ist das ein plumper Versuch, die deutschen Täter als Opfer darzustellen und deren Schuld den Kommunisten und letztlich Russland in die Schuhe zu schieben. So bewältigt man keine Vergangenheit! Lobenswerte und zukunftsträchtige Projekte wie der Bayerisch-böhmische Freundschaftsweg können dadurch dauerhaft Schaden nehmen!

[hrh 03.06.07]

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Kunst in Paris

„Paris ist die einzige Stadt der Welt,
wo Verhungern noch als Kunst gilt."

Worte Isaacs, des Türstehers am Friedhof der vergessenen Bücher
in: Carlos Ruiz Zafón, Der Schatten des Windes (S. 83)

[hrh 01.08.06]

Eigenwerbung Buch

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Traurigkeit der Menschen

„Und die Traurigkeit der Menschen ist in den Menschen,
aber diese Kraft auch, die keinen Namen hat,
und diese Anmut oder Gnade, manchmal, über die
sie doch sicher schon haben lächeln müssen."

Aus: Saint-John Perse, Neiges III (übersetzt von Hans-Rudolf Hower, Originaltext unter Tristesse des hommes)

Sprachliche Anmerkung: Das französische Wort "grâce" kann für "Anmut" oder "Gnade" stehen, so dass für den französischen Leser hier beide Bedeutungen mitschwingen. Meine übersetzung "Anmut oder Gnade" ist ein Versuch, diese Doppeldeutigkeit auch dem deutschen Leser nahe zu bringen. Wenn Sie eine bessere übersetzungsidee haben, schreiben Sie uns bitte! Vielen Dank im Voraus!

[hrh 11.10.05]

Eigenwerbung Buch

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Kritik, Kürze und Würze

„Jede Kritik ist ein Versuch, dem Diktat der Kürze ein wenig Würze abzupressen."

Christoph Haas in seiner kurzen und würzigen Kritik zu Raoul Schrott, Handbuch der Wolkenputzerei [in Süddeutsche Zeitung vom 26.07.05])

[hrh]

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Polizisten festgenommen

In einem kleinen Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 25.01.05 stand folgender Satz:

„Professionelle Taschendiebe haben Fahnder der Polizei festgenommen."

Sind wir schon so weit gekommen, dass Polizisten von Dieben festgenommen werden? Zum Glück wird die verkehrte Welt durch die überschrift des Artikels zurechtgerückt, die da lautet: "Taschendiebe an der Tram-Station gefasst"...

[hrh]

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Freiheit, die ich meine

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 12.10.04 (Adrian Kreye, Beugehaft für die Pressefreiheit) soll die amerikanische Journalistin Judith Miller in Beugehaft genommen werden, weil sie die Quellen brisanter Informationen nicht preisgeben will. Dazu meint Arthur Ochs Sulzberger Jr, der Verleger der New York Times:

„Die bevorstehende Haft von Judy Miller ist ein Angriff auf die Fähigkeit aller Journalisten, über die Aktivitäten von Regierungen und Firmen zu berichten. Der Schutz vertraulicher Quellen war für viele bahnbrechende Geschichten wie Watergate, die gesundheitsgefährdenden Praktiken der Tabakindustrie oder Polizeikorruption ganz entscheidend.“

Verständlich, dass das eine Regierung wie die des Herrn Bush stört, die auf der ganzen Welt für (ihre) Freiheit und (ihre) Ordnung kämpft...

[hrh]

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Fehlerlose Wirtschaft?

Der Wirschafts-Nobelpreis 2004 ging lt. Süddeutsche Zeitung vom 12.10.04 (Michael Rauchmüller, Regeln gegen den Irrtum) an Wissenschaftler, die - grob gesagt - folgendes Politikerverhalten festgestellt haben, was sie „zeitliche Inkonsistenz“ nennen:

-

Vor der Katastrophe werden Regeln zu deren Verhinderung aufgestellt, aber nicht eingehalten, und die Nichteinhaltung wird nicht wirklich bestraft.

-

Daraufhin tritt die Katastrophe ein.

-

Nach der Katastrophe werden alle diejenigen belohnt/entschädigt, die durch ihre Regelmissachtung die Katastrophe hervorgerufen haben.

So weit so gut, denn das kennen wir alle aus dem politischen Alltag, auch wenn wir keinen Nobelpreis dafür bekommen. Aber was soll man davon halten, dass mögliche Regierungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ganz selbstverständlich auch in dieser neuen Theorie unter „zu vermeidende Regelverletzung“ [meine Worte] geführt werden? Wirtschaftstheoretisch scheint es nichts Besser zu geben als eine gesunde Armut und ein Heer von Arbeitslosen, das dafür sorgt, dass kein Arbeitender zu hohe Forderungen stellt. Volldampf voraus ins 19. Jahrhundert!

Aber wahrscheinlich habe ich das alles nur falsch verstanden...

[hrh 19.10.04]

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Über die Geduld der Bücher

In einer Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung vom 5.10.04 kann man in Heinz Schlaffers Essay „Das Sexhagium und die Zechkunst“, einer Art kurzen Geschichte des Essays als literarischer Gattung, folgenden tröstlichen Satz lesen:

„Es ist ein Vorzug der Bücher, dass sie auf säumige Leser warten können.“

Diese Engelsgeduld (sind Engel geduldig, wenn es sie denn gibt?) hat schon manches Buch vor endgültiger Nichtbeachtung, manchen Langzeitnichtleser vor dauernder literarischer Unbelecktheit und manchen Verlag vor dem Ruin gerettet. Leider ist aber die (finanzielle) Geduld der Verlage meist geringer als die der Bücher...

[hrh]

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Terrorbuchhaltung

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 17.08.04 mit dem Titel „Ratsch und Tratsch in der Terrorbuchhaltung“ beschäftigt sich Petra Steinberger mit dem E-Mail-Verkehr der Al-Qaida, der einem Journalisten des Wall Street Journal in Afghanistan zufällig in die Hände gefallen ist. Ergebnis:

„Es mag makaber scheinen, aber sie [die Terroristen, meine Anm.] unterscheiden sich in ihrer Kleinmut kaum von Mitarbeitern eines größeren legalen Unternehmens, mitsamt überkorrekter Buchhaltung, wetteifernden Projektleitern, einem marktorientierten und recht eitlen Management, frustrierten Sachbearbeitern, einer fachsimpelnden Marketing-Abteilung und einem völlig überzogenen Business-Plan.“

Das ist gewiss recht interessant als Einblick in die Al-Qaida-Szene, aber noch viel interessanter ist, welches Bild von unserer „westlich-kapitalistischen“ Wirtschaft dieser Satz ganz selbstverständlich im Umkehrschluss vermittelt. Stolz können wir auf dieses Wirtschaften gewiss nicht sein, und seinen Erfolg sehen wir wohl auch an den Arbeitslosenzahlen...

[hrh]

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Unernste Gedanken zum Irak

Roger Willemsen meint in einem Zeitungsartikel (Süddeutsche Zeitung vom 09.12.03: „Schluss mit lustig“) als Folge der Medientätigkeit von Harald Schmidt eine „moralische Indifferenz“ mit folgender Auswirkung feststellen zu können:

„Schon heute fällt jedem eher ein unernster Satz zum Irak ein als ein ernst gemeinter.“

Die Lage vor Ort war zum Erscheinungsdatum des Artikels die folgende: Der Irak war im Rahmen des so genannten Kampfes gegen den Terrorismus offiziell besiegt und, ebenfalls offiziell, nur noch vorübergehend besetzt, und die angeblich vorhandenen Massenvernichtungswaffen des Irak waren immer noch nicht gefunden. Heute, Mitte Januar 2004, ist diese Lage unverändert, nur weiß man inzwischen, dass die amerikanischen Pläne für einen Irak-Krieg schon vor dem Anschlag des 11.9. existierten, der „Kampf gegen den Terror“ nur ein Vorwand war und die Weltöffentlichkeit (wieder mal) nach Strich und Faden belogen wurde.

Diese kabarettreife Lage ist wahrhaft kaum mehr mit so genannten ernsten Gedanken zu fassen. Wer von Feinden bedroht und von Freunden belogen wird, kann nur mit sarkastischen Witzen seelisch überleben.

[hrh]

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Wird Lindau eingemeindet?

Lindauer, aufgepasst! Wenn man Dieter Baurs Artikel „Aufholjagd zum Gotthard“ in der Süddeutschen Zeitung vom 21./22.06.03 (Seite 44) wörtlich nimmt (und wir sind so gemein, es zu tun), dann steht die Eingemeindung Lindaus durch die Landeshaupstadt München unmittelbar bevor. Nach der frohen Kunde, dass Berlin die Finanzierung der Elekrifizierung der Bahnstrecke zwischen beiden Städten in die Planung aufgenommen habe, wird nämlich Verkehrsminister Otto Wiesheu dieser schwerwiegende Satz in den Mund gelegt:

„Damit stehe jetzt endlich Geld für die [...] Elekrifizierung der Strecke nach München-Lindau zur Verfügung.“

Was einer Stadt alles einfällt, wenn sie ihren Rang als heimliche Hauptstadt verliert, würde da ein gemeiner Zeitgenosse meinen...

[hrh]

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Shame on you, Mr.Bush!

Der amerikanische Dokumentarfilmer Michael Moore sagte bei seiner Dankesrede zur Oscarverleihung für seinen Film Bowling for Columbine:

„Wir leben in einer fiktiven Welt. In einer Welt, in der ein Präsident mit fiktiven Wahlergebnissen an die Macht kommt. Eine Welt, in der aus fiktiven Gründen Krieg geführt wird. Wir wollen diesen Krieg nicht. Schämen Sie sich, Mr. Bush. Schande über Sie! Aber Ihre Zeit ist um.“ (zitiert nach der Süddeutschen Zeitung)

Nicht fiktiv sind nur die Opfer unter der angegriffenen Bevölkerung und die Gewinne der Erdölmagnaten, zu denen rein zufällig Familie Bush gehört...

[hrh]

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Kriegspropaganda 2003

Die Süddeutsche Zeitung vom 18.03.03 schreibt in einem mit „wink“ signierten Artikel unter dem lateinischen Titel Propaganda fidei (in etwa übersetzbar mit Werbung für den Glauben):

„Die US-amerikanische Regierung hat sich im Herbst 2001 in den Kopf gesetzt, dass allein ein Krieg gegen den Irak dem amerikanischen Seelenheil noch aufzuhelfen vermöchte. Seitdem sind fast alle Leitartikler, nicht wenige Politiker und recht viele Werbeleute Tag und Nacht damit beschäftigt, diese schöne Botschaft in die Herzen der Menschen zu tragen. Es handelt sich vermutlich um die erfolgreichste Werbe-Kampagne aller Zeiten: Obwohl kein einziger der Attentäter vom 11. September aus dem Irak kam, steht für die große Mehrheit der US-Bürger fest, dass niemand anderer als der böse Saddam Hussein hinter den Anschlägen steckt.“

Kein Kommentar.

[hrh]

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Auch ein Genie erfindet nicht alles

„Ich habe keine Phantasie, [...]. Ich sage das in vollem Ernst. Ich kann nichts erfinden. Ich muß alles wissen, bis in die letzte Verästelung hinein, sonst kann ich nicht schreiben. Auf meinem Schild ist die Devise „Echtheit“ eingegraben! Deshalb schreibe ich auch so langsam und so wenig. Ich habe es sehr schwer. Jede Erzählung läßt mich um Jahre altern.“

Worte von Isaak Babel, bekannt als das Genie der russischen Literatur, zitiert nach Konstantin Paustowskij, Erzählungen vom Leben (siehe (Auto-)Biografien und Erinnerungen).

[hrh]

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Abholzaktion gegen Singvögel

Nach einem kleinen Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 12./13.10.02 hat ein Brite eine Unterschriftenaktion angezettelt, die zum Ziel hat, sämtliche Bäume in seiner Straße zu fällen, damit die Singvögel ihn nicht mehr jeden Tag um vier Uhr morgens wecken und nicht mehr die Wäsche auf der Leine beschmutzten. O-Ton des Briten: „Wir machen hier was Furchtbares mit.“ Er hat angeblich bereits 14 Unterschriften zusammen.

Kein Kommentar.

Aber eine Empfehlung: Wie wär’s mit einem Umzug, Herr Stuart (so heißt der Rentner, aber Maria kann nichts dazu), so mitten in die Stadt, in eine Straße, wo vor lauter Asphalt und Abgasen sowieso kein Baum gedeiht? Das wäre doch wohl weniger aufwändig...

[hrh]

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Verzweigelter Kampf gegen die braune Flut

In der Rundschau, einer Wochenzeitung für Stadt und Landkreis Schwandorf, stand am 15.08.02 unter einem Foto:

„Die Bewohner kämpfen verzweigelt gegen die braune Flut.“

Wenn Sie nun erwarten, dass auf dem Bild die Einwohner der Ortschaft zu sehen waren, wie sie, beschwingt vom Zweigelt, einem der renommierten österreichischen Weine, gegen braune Horden ankämpfen, dann irren Sie sich.

Die „braune Flut“ war das Hochwasser, das im Regental (wenn ein Tal schon so heißt...) mehrere Ortschaften überschwemmt und stark in Mitleidenschaft gezogen hatte. Und der Rest war der Druckfehlerteufel...

Kommentar am Rande

Hoffentlich sind die Opfer solcher „kleiner“ Überschwemmungskatastrophen (ich denke z.B. auch an manche Gemeinden im Erzgebirge oder Glonn in Oberbayern) unter dem Eindruck der „großen“ Katastrophe an der Elbe nicht in Vergessenheit geraten, denn für den betroffenen Einzelnen oder die betroffene Familie war die Katastrophe in so manchem Fall überall gleich groß.

[hrh]

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Katze und Radfahrer

Elsa Morante, immerhin eine der ganz Großen der italienischen Literatur, versteigt sich in La Storia (Seite 236) zu folgendem Vergleich, der sich auf eine Katze bezieht:

„essa corse subito a testa bassa e coda alta, come un ciclista in velocità“

(sie rannte sofort los mit gesenktem Kopf und erhobenem Schwanz, wie ein schnell fahrender Radfahrer)

Wie fährt der Radfahrer bitte?

(Schriftstellerruhm schützt nicht vor respektlosen Lesern...)

Falls Sie mehr über das Buch wissen oder es kaufen wollen: amazon.de/at.

[hrh]

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Microsoft Outlook: Ein Kontakt ist im Adreßbuch nicht zu finden

Die Online-Hilfe enthielt noch 2001 folgenden Passus zur möglichen Fehlerursache:

„Der Kontakteordner von Outlook ist unter Umständen nicht so konfiguriert, daß er nicht im Outlook-Adreßbuch [...] angezeigt werden kann.“

Ich glaube nicht, dass nicht sicher ist, dass das nicht gut geht...

[hrh]

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Nix wie downgeloadet!

downloaded

Diese Meldung müsste wohl geupdated oder upgedatet werden...

[hrh]

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Unfallflucht mehrdeutig

Die Süddeutsche Zeitung bringt am 3.6.02 folgende Artikelüberschrift:

„Autofahrer flüchtet nach Unfall mit Fahrrad“

Was sagt uns diese Überschrift eines Zeitungsartikels? Fuhr der Autofahrer ausnahmsweise mal Rad, baute einen Unfall und flüchtete? Fuhr der Autofahrer einen Radfahrer an und flüchtete, wie auch immer? Stieg der Autofahrer nach einem Unfall aus und flüchtete mit dem eigenen Fahrrad, das er im Kofferraum hatte? Stieg der Autofahrer nach einem Unfall aus und flüchtete mit dem Fahrrad seines Opfers?

Was wirklich geschah, können Sie in der o.g. SZ-Ausgabe auf Seite 42 nachlesen.

[hrh]

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So schnell wie möglich hoffen

In der Süddeutschen Zeitung vom 21.08.02 auf Seite 6 findet sich im Artikel 500 Millionen Euro Schaden bei der Bahn folgendes Zitat zur Behebung der Überschwemmungsschäden:

„Die Bahn hofft, die wichtigsten Verbindungen so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen.“

Wie ist das zu deuten, wenn jemand nur hofft, dass er etwas tun wird, als ob er keinen Einfluss auf seine eigenen Entscheidungen hätte, und als Termin so schnell wie möglich, d.h. keinen Termin angibt? Aber vielleicht ist das alles nur ungeschickt ausgedrückt...

[hrh]

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Ideologiefreies Bekenntnis oder so

Im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung findet man am 21.08.02 auf Seite 22 einen Artikel mit der Überschrift Spediteure fordern Bekenntnis zum Lkw. Dieser enthält folgendes Zitat von Gerhard Riemann, dem Verkehrsexperten der Bundesvereinigung Deutscher Handelsverbände (BDH):

„Anstelle einer ideologisch verblendeten Verlagerungsdebatte brauchen wir von der Politik ein Bekenntnis für den Lkw als Hauptträger unseres Wohlstandes.“

Eigenartig: Wenn jemand nach machbaren Auswegen aus der realen Verkehrs- und Umweltmisere unseres Landes sucht, dann gilt das Experten=Interessenvertretern wie dem oben zitierten als „ideologisch verblendet“; wenn aber einer der ihren ein „Bekenntnis für den Lkw“ fordert (was nicht nur klanglich, sondern auch inhaltlich verwandt ist mit „Bekenntnis zum katholischen [oder sonst einem] Glauben)“, was ist dann das?!

Muss denn Politik immer wie ein Religionskrieg ausgetragen werden?

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Bild: Hundi lebt

Hans-Rudolf Hower 2002

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Häufige Fragen - Webmaster

Letzte Aktualisierung: 06.04.16